Um Welpen richtig zu ernähren bedarf es einiger Geduld. Entscheidet man sich für eine Rasse, so sollte man vorab wissen wie schnell diese wächst oder ob sie spezielle Nahrung benötigt.
Gesetz dem Fall man hat sich für eine Rasse entschieden die schnell eine große Endgröße erreicht – zum Beispiel Deutsche Doggen – so gibt es im Fachhandel spezielle Nahrung für groß werdende Hunde. Hier sollte man darauf achten, dass der Spruch „Viel hilft viel“ hier nicht angeraten ist. Man sollte sehr darauf bedacht sein, nur so viel zu verabreichen wie der Hersteller als Höchstdosierung für einen Tag angibt.
Es liegen hierzu auch verschiedene Meinungen vor, die einen sagen beispielsweise: „Welpen soll man großhungern lassen“ – hiermit ist nicht gemeint, dass Welpen dauernd unter Hunger leider sollen, aber es soll zum Ausdruck bringen dass es für die spätere Entwicklung des Körperbaus eines Hundes positiv sein wird, wenn der Hund im Welpenalter eher zu wenig als zu viel an Nahrung erhält.
Ganz besonders sollte man – egal ob kleine Rasse oder große – dass der Proteingehalt nicht zu hoch ist, optimalerweise liegt er für Welpen bei um die 26 % des Futters – egal wie man ernährt, ob Trockenfutter, Nassfutter oder Rohfutter. Ein geringerer Proteingehalt stellt sicher, dass die jungen Hunde nicht zu schnell wachsen.
Man kann damit schmerzhafte Wachstumsschübe beim hündischen Nachwuchs vermeiden, ebenso wie spätere Gelenkschäden beim ausge- und erwachsenem Hund. Um bei dem Beispiel der Dogge zu bleiben: mit der richtigen und gut dosierten Welpennahrung kann man aktiv einer Hüftgelenksdysplasie vorbeugen – diese Erkrankung erleiden leider viele großgewachsene Hunderassen.
Wenn der Hundebesitzer den Welpen roh ernähren will, so ist dies sicher zu Beginn nicht ganz so einfach wie das Anwenden von Trockenfutter, aber auch hier kann man nach einer kleinen Eingewöhnungszeit die Mahlzeit in Null Komma Nix herrichten und den Welpen gesund ernähren. Grundsätzlich ist der Hund ein Wolfabkömmling und somit reiner Fleischverzehrer – also ist die Möglichkeit der rohen Ernährung natürlich die naheliegendste Möglichkeit.
Am einfachsten ist es, wenn der Züchter des Welpen bereits roh ernährt hat, er steht mit Sicherheit auch für das Leben in der neuen Familie mit Rat und Tat zur Seite und kann Tipps und Tricks mit an die Hand geben was das barfen beim Welpen angeht. Ist man sich nicht sicher, so sollte man sich entsprechende Fachliteratur (in Form eines Buches) besorgen und auch den Austausch zu gleichgesinnten suchen – sprich zu Hundebesitzern die bereits gute Erfahrungen mit dem barfen beim Welpen gemacht haben. So können verschiedene Rezepte ausgetauscht werden.
Sollten Probleme in der Verträglichkeit auftreten so kann man sich mit anderen austauschen wie man diesem Problem wieder Herr werden kann – speziell mit der Zubereitung (denn daran liegt in den meisten Fällen die Verträglichkeit). Ein kleiner Schuss Öl reicht beispielsweise häufig aus, um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen oder auch ein kleiner Löffel Sauerkraut (sollte der Welpe zu große Knochenstücke nicht vollständig zermahlen haben können – diese sorgen manches Mal für schmerzhafte Verstopfungen). Auch ist es ganz wichtig, gerade in den ersten Wochen, viele Mahlzeiten anzubieten – am einfachsten kann man natürlich die Nahrung als Erziehungshilfe nutzen und über den Tag verteilt den Welpen aus der Hand füttern, die Bindung zwischen Mensch und Hund wird so zusätzlich gestärkt.






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