Natürlich können auch Hunde unter Hautkrankheiten leiden, genau wie bei uns Menschen gibt es hier die unterschiedlichsten Krankheitsbilder.
Allen voran gibt es immer häufiger Pilzerkrankungen der Haut – diese sind meist schon im Welpenalter erworben, häufig aufgrund von schlechten Zuchtbedingungen oder schwachen Immunsystemen, wie sie die Welpen nun mal haben. Diese Pilzerkrankungen sind oft hartnäckig, vor allem weil man sie meist recht spät entdeckt und bis dahin oft falsch behandelt – beispielsweise wenn der Hund sich juckt und kratzt, vermutet man zuerst einen Flohbefall und legt dem Hund entsprechend Flohhalsbänder an oder behandelt ihn mit einigen Spotprodukten – diese sind erstens chemisch und verändern zudem auch noch den Geruch des Hundes. Juckt und kratzt sich der Hund also, sollte man schnell nach der genauen Diagnose suchen lassen.
Hierfür gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden, die bei Ihrem Tierarzt des Vertrauens angeboten werden, zum Einen kann man einen Hautabstrich machen – hierbei wird einfach nur ein Wattestäbchen benutzt um über die betroffenen Hautstellen zu gehen. Im Labor wird genau analysiert ob man einen Pilz oder eine andere Hauterkrankungen identifizieren kann. Sollte dies zu keinem Ergebniss führen, kann man noch immer ein sog. Geschabsel machen, hierbei wird ein kleiner Teil der Haut mittels einem speziellen Gerätes aus der fellfreien Stelle entnommen und eingesandt. Hiermit kann das Labor ganz sicher identifizieren um welche Hauterkrankung es sich handelt. Entsprechende Therapien wird der Tierarzt initiieren.
Bei harmloseren Dingen wie zum Beispiel trockene Haut die zum Schuppen neigt, reicht es meist schon aus etwas Öl (am besten geschmacksneutrales Distelöl – ein Esslöffel) in das Futter zu geben, einmal täglich reicht dies aus. Sollte es zu keiner Besserung kommen, so ist zu überlegen ob nicht das Futter an sich zu den Hautveränderungen führen könnte – hierzu hilft einfach die Ausschlussmethode zu unternehmen, sprich Futter wechseln. Der Futterwechsel sollte allerdings von Zeit zu Zeit erfolgen, nicht von jetzt auf gleich. Mehr Vitamine und Nährstoffe helfen hier oft weiter.
Ist der Hund erst einmal erkrankt, kann man sich auch mit verschiedenen Hausmitteln behelfen, so ist es beispielsweise ganz einfach täglich eine Kur mit Heilerde anzusetzen, der Hund kann sogar nach dem Auftrag und der Behandlung, die ca. eine halbe Stunde dauernd sollte diese ablecken. Sie ist nicht chemisch und hilft sogar noch, wenn der Hund sie aufschlecken sollte – nämlich im Magen- und Darmbereich (aber das nur ganz beiläufig), natürlich kann man seine geliebten Vierbeiner auch mit Salben und Cremes von Bepanthen behandeln – Voraussetzung: Man weiß, dass es sich ausschließlich um trockene Haut handelt, denn wie eingangs ja bereits beschrieben, eine falsche Behandlung kann schnell zu unnötigen Verschlechterungen der Hautkrankheit führen. Wichtig ist es auch bei allen Hauterkrankungen; dass die betroffenen Hautstellen und ggf. bereits entstandenen Wunden immer sauber gehalten werden sollten. Der Hund sollte möglichst nicht daran lecken, denn dadurch können bereits verheilte Wunden wieder aufreißen und entsprechend schlechter heilen. Zur Not muss ein Schutz angebracht werden, die so genannte „Tüte“ ist nicht sonderlich beliebt, hilft aber gerade bei „bockigen“ Hunden gut, um sie daran zu hindern, an den kranken Hautstellen tätig zu werden.






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